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Krematorium langer Backsteinbau umgeben von Wald

KZ-Gedenkstätte DachauEigenanreise

Sie kommen selbstständig zur Gedenkstätte und die Führung beginnt und endet in der KZ-Gedenkstätte Dachau.

Preis bis 10 Personen bei Eigenanreise*: 230,00 € bis 3h – jede weitere Stunde 60,00 €

*PRIVATE TOUR NUR FÜR SIE! Sie bestimmen Teilnehmerzahl, Programm, Termin, Startzeit und Dauer!
Corona-bedingt sind zurzeit nur max. 10 Gäste pro Tour zulässig + Einhaltung des Mindestabstands 1,5 m!

 

Die Tour wird in folgenden Sprachen angeboten:

UNVERBINDLICHE ANFRAGEVERBINDLICHE BUCHUNG

Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler von Reichspräsident Otto von Hindenburg zum Reichskanzler einer in Ansätzen noch demokratisch funktionierenden Weimarer Republik ernannt. Und nur 51 Tage später wurde die heutige KZ-Gedenkstätte Dachau als eines der ersten Konzentrationslager überhaupt in der Nähe der Stadt Dachau eröffnet. Wie war das möglich, was war geschehen? Was war die „rechtliche Handhabe“, um solche Lager zu rechtfertigen?

Lange schon konnten die Regierungen der Weimarer Republik nur noch mit den so genannten „Notverordnungen des Reichspräsidenten“ regieren. Die weitreichendste war die „Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat“, die noch in der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1933 nach dem Brand des Berliner Reichstags erlassen wurde. Sie setzte nicht nur die in der Verfassung der Weimarer Republik garantierten Grundrechte weitestgehend außer Kraft, sondern erlaubte es der Reichsregierung auch, in die Regierungshoheit der Länder einzugreifen.
Diese Verordnung ebnete den Weg der demokratisch orientierten Weimarer Verfassung hin zur nationalsozialistischen Diktatur und blieb entgegen der eigentlichen Erklärung statt „bis auf Weiteres“ tatsächlich bis zum Zusammenbruch des „Dritten Reichs“ 1945 in Kraft.
Umgehend begannen die Nationalsozialisten u.a. Mitglieder der Kommunistischen Partei, Regimekritiker und weitere unliebsame Personen zu verhaften und zu inhaftieren. Die regulären Gefängnisse waren innerhalb kürzester Zeit überfüllt, so dass es zur Eröffnung der ersten provisorischen Haftlager kam.

Vor diesen politischen Ereignissen wurde in Dachau am 22. März 1933 in den leerstehenden Gebäuden einer Munitionsfabrik des Ersten Weltkriegs ein Konzentrationslager eröffnet. Sehr schnell wurde Dachau in der Folgezeit zum Prototyp für alle Konzentrationslager im Deutschen Reich. Von hier aus wurde ein detailliertes System des Terrors organisiert und von allen späteren Lagern als Grundlage übernommen.

Wenn Dachau auch nie ein Vernichtungslager war, starben während der zwölf Jahre hier von den circa 206.000 Häftlingen dennoch über 41.000 an Erschöpfung oder Hunger, durch Hinrichtungen oder Mord, durch Krankheit oder Menschenversuche.

1965 wurde die erste Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers eröffnet. Diese Gedenkstätte war in erster Linie für die Überlebenden gestaltet worden, von denen heute aber nur noch eine geringe Zahl am Leben ist.
Aus diesem Grund hat die KZ-Gedenkstätte Dachau sukzessive ab 1996 bis zum Jahr 2003 das Motto und das Leitmotiv für den Besucher in Dachau geändert und diesen Ort zu einem Lern- und Erinnerungsort umgestaltet. Der Besucher soll dem „Weg des Gefangenen“ folgen und ist aufgefordert, das Gelände des ehemaligen „Schutzhaftlagers“ durch den originalen Eingang mit dem Tor, das die Aufschrift „Arbeit macht frei“ trägt, zu betreten.

Seit 2003 hat die „Stiftung Bayerische Gedenkstätten“ die KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg übernommen. Ziel der Stiftung ist es:
„Die Gedenkstätten als Zeugen für die Verbrechen des Nationalsozialismus, als Orte der Erinnerung an die Leiden der Opfer und als Lernorte für künftige Generationen zu erhalten und zu gestalten, die darauf bezogene geschichtliche Forschung zu unterstützen und dazu beizutragen, dass das Wissen über das historische Geschehen im Bewusstsein der Menschen wachgehalten wird“
(Art. 2, Absatz 1. Gedenkstättenstiftungsgesetz).

Der Rundgang soll zum Verständnis der Ereignisse, zum respektvollen Gedenken und zum Erreichen der oben genannten Ziele der Stiftung beitragen.

 

** Je nach verfügbarem Guide ist MwSt. enthalten, bzw. wird keine MwSt. ausgewiesen (§19 Kleinunternehmer)
Preis bis 10 Personen bei Eigenanreise: 230,00 € bis 3h – jede weitere Stunde 60,00 €**

Schnelle Infos zu dieser Tour:

Art der Tour: Fußtour ab Treffpunkt KZ-Gedenkstätte Dachau
Dauer der Tour: ab 2,5 Std. oder nach Vereinbarung
Länge der Tour: ca. 2,5 km
Max. Personenzahl: 10
Treffpunkt: Besucherzentrum Haupteingang, Pater-Roth-Straße

Eigenanreise:

Öffentliche Verkehrsmittel: Mit S-Bahn S2 bis Dachau Bahnhof und Bus 726
Fahrzeit: ca. 40 min z.B. ab München Hauptbahnhof

Nicht geeignet für Kinder unter 13 Jahren!

Für die Gedenkstätte sind keine Eintrittsgebühren fällig
Die Tour wird in folgenden Sprachen angeboten:
UNVERBINDLICHE ANFRAGEVERBINDLICHE BUCHUNG