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Jüdisches MünchenEin Spaziergang entlang unbequemer Wahrheiten

„Jüdisches München“ lautet der Titel dieses ambitionierten Rundgangs. Dieser wird Sie mitnehmen auf eine Reise durch die Jahrhunderte jüdischen Lebens in unserer Stadt München. Dabei sollen bedeutende Ereignisse beleuchtet und Lücken in der Wahrnehmung jüdischen Lebens geschlossen werden. Dieser Rundgang wird aber auch unmissverständlich feststellen: Jüdisches Leben war immer Teil dieser Stadt, hatte einen bedeutenden, teilweise sogar einen herausragenden Stellenwert in der Geschichte dieser Stadt.

Preis bis 15 Personen*: 180,00 € bis 2h, jede weitere Stunde 50,00 €

*PRIVATE TOUR NUR FÜR SIE! Sie bestimmen Teilnehmerzahl, Programm, Termin, Startzeit und Dauer!
Corona-bedingt sind zurzeit nur max. 15 Gäste pro Tour zulässig + Einhaltung des Mindesabstands 1,5 m!

Die Tour wird in folgenden Sprachen angeboten:

UNVERBINDLICHE ANFRAGEVERBINDLICHE BUCHUNG

1803 veröffentlichte Johann Christoph Freiherr von Aretin wohl die erste Gesamtdarstellung zur Geschichte der Juden in Bayern überhaupt: „Geschichte der Juden in Baiern“. Dazu notierte der Autor:

„Die ersten historischen Nachrichten die wir von dem Daseyn der Juden in Baiern haben, sind zugleich die ersten Nachrichten von ihren Mißhandlungen“

In der Tat ist die Geschichte der Juden in München bestimmt von grausamen Aktionen gegen die Gemeinschaft der jüdisch Bevölkerungen. Wie im Rest des Heiligen Römischen Reiches litten die Juden im mittelalterlichen München unter unmenschlichen Pogromen: Die Juden wurden zu „Sündenböcken“ für alles, was unerklärlich schien: für die These der „Ritualmorde“ oder für die Pestepidemien des 14. Jahrhunderts.

1442 ist das Jahr der endgültigen Vertreibung der Juden aus München und beinahe für 300 Jahre gibt es praktisch kein jüdisches Leben in München. Erst 1763 kehren Juden unter strengen Auflagen als so genannte „Hofjuden“ an den kurfürstlichen Hof zurück und werden zu den Bankiers der verschwenderischen Wittelsbacher Herrscher.

1813 läutet mit dem „Juden-Edikt“ ein neues Zeitalter ein und das Königreich Bayern öffnet sich für jüdische Bürger, aber unter stengster Zuzugskontrolle. Juden ja, aber in überschaubarer Anzahl und stets regulierbar. Erst nach dem Fall dieser Regulierung 1861 kommt es zu einem verstärkten Zuzug von Juden nach München. Jüdische Kultur blüht auf und die Gemeinde wächst in einer Art, dass der Wunsch nach einer größeren Synagoge lauter wurde. Mit der Eröffnung der Alten Hauptsynagoge an der Herzog-Max-Straße schien man in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein. Eine trügerische Sicherheit!

All das machen die Nationalsozialisten zunichte mit ihrer geradezu krankhaften Vorstellung einer „jüdischen Weltverschwörung“. Nach Jahren der Drangsalierung und der Entbehrungen stellt die Reichspogromnacht einen Wendepunkt bezüglich der Gewalt gegen Juden dar. Eine stillschweigende deutsche Bevölkerung beobachtet die Ereignisse weitestgehend ungerührt und nun schien alles möglich für die Nationalsozialisten. Für die Münchner Juden gipfelt ihre Unmenschlichkeit in den Deportationen ab November 1941 und dem nachfolgenden Holocaust.

Das Ende des Nationalsozialismus lässt neues jüdisches Leben entstehen, wenn auch sehr langsam. Es war ein weiter Weg von den ersten Einrichtungen in der Möhlstraße in der Nachkriegszeit bis zur den gelungenen Bauten der israelitischen Kultusgemeinde am St.-Jakobs-Platz mit seiner alles dominierenden Synagoge.

Kommen Sie mit auf einen Spaziergang durch Jahrhunderte wechselvollster Geschichte im jüdischen München.

 

** Je nach verfügbarem Guide ist MwSt. enthalten, bzw. wird keine MwSt. ausgewiesen (§19 Kleinunternehmer)
Preis bis 15 Personen: 180,00 € bis 2h, jede weitere Stunde 50,00 €**

Schnelle Infos zu dieser Tour:

Art der Tour: Fußtour
Dauer der Tour: ab 2 Std. oder nach Vereinbarung
Länge der Tour: ca. 2,3 km
Max. Personenzahl: 15 (Corona-bedingte Auflage)
Treffpunkt: Stachus unter dem Karlstor

Die Tour wird in folgenden Sprachen angeboten:
UNVERBINDLICHE ANFRAGEVERBINDLICHE BUCHUNG