Suche

Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Verschiedene Cafés und Bars an einer Straße gelegen

SchwabingWenn Dörfer erwachsen werden

„Schwabing ist kein Ort, sondern ein Zustand“ sagte Franziska Gräfin zu Reventlow schon um die Jahrhundertwende und „In Schwabing gibt’s a Kneip’n, die muss ganz was B’sonders sei“ besingt die Münchner Band Spider Murphy Gang diesen Zustand. Was es auf sich hat, mit diesem sicher bekanntesten Münchner Stadtteil, will dieser Rundgang umreißen.

Preis bis 15 Personen*: 180,00 € bis 2h, jede weitere Stunde 50,00 €

*PRIVATE TOUR NUR FÜR SIE! Sie bestimmen Teilnehmerzahl, Programm, Termin, Startzeit und Dauer! 
Corona-bedingt sind zurzeit nur max. 15 Gäste pro Tour zulässig + Einhaltung des Mindesabstands 1,5 m!

Die Tour wird in folgenden Sprachen angeboten:

UNVERBINDLICHE ANFRAGEVERBINDLICHE BUCHUNG

Auch Schwabing ist deutlich älter als München selbst, fristete aber über Jahrhunderte hinweg ein eher bedeutungsloses, dörfliches Dasein. Erst das 19. Jahrhundert brachte den Aufschwung. War die neu entstandene Maxvorstadt einfach zu teuer, ließen sich hier noch Grundstücke zu realistischen Preisen erwerben. Schnell wächst das kleine Dorf und wird nur vier Jahre vor seiner Eingemeindung nach München zur Stadt erhoben.

Es ist jene Zeit um die Jahrhundertwende, die als „Schwabinger Bohème“ in die Geschichte eingeht. 1180 Maler und Bildhauer leben um die Jahrhundertwende in Schwabing, wenn auch viele der bedeutenden Wohnadressen, Cafés und Künstlertreffs genau genommen in der benachbarten Maxvorstadt lagen, aber unbedingt mit Schwabing, jenem neuen, kulturell-geistigen „Zustand“ assoziiert wurden. Sie kommen von überall her, um sich in Schwabing niederzulassen und sich hier bewusst „unbürgerlich“ zu benehmen und von den Münchner endlich zu den „Schwabinger Schlawinern“ gezählt zu werden. Selbst Moskau, Paris oder Berlin müssen sich um die Jahrhundertwende hinter München als der Kunstmetropole Europas anstellen. Hier brechen sie aus, aus der verknöcherten Bürgerlichkeit des Kaiserreichs, die Künstler, Schriftsteller und Dichter. Persönlichkeiten wie der Dramatiker Frank Wedekind, der „Simplicissimus“-Verleger Albert Langen, die berühmte „Alter-Simpl“- Wirtin Kathi Kobus, der Dichter Joachim Ringelnatz, die Schriftsteller Heinrich und Thomas Mann, Stefan George, Rainer Maria Rilke, die Maler des „Blauen Reiter“: Alfred Kubin, Lovis Corinth und Paul Klee, um nur einige zu nennen.

Die Zeit der „Schwabinger Bohème“ endet abrupt mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Sowohl nach dem Ersten als auch nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges wird beinahe krampfhaft versucht, den „Mythos Schwabing“ wieder aufleben zu lassen, was aber nicht mehr wirklich gelingt. Zwar findet hier während der Besatzungszeit der Amerikaner ein echtes Nachtleben statt und mit der „Schwabinger Gisela“ bekommt München eine seiner bekanntesten Gaststätten, aber die großen Schwabinger Zeiten konnten in dieser Form nie wieder belebt werden. Die Unruhen der 1960er Jahre mussten fast hier in Schwabing ihren Verlauf nehmen, bezog man sich doch als anti-autoritäre Bewegung auf die anti-bürgerlichen Tendenzen der Bohème um die Jahrhundertwende.

Aber der „Schwabinger Mythos“ lebt dennoch irgendwie fort und jede Generation, die hier einmal gelebt hat, sagt über Schwabing: „Das ist nicht mehr mein Schwabing“.

So erinnert sich jeder für sich an „sein Schwabing“, das aus einem kleinen Dorfkern heraus erwachsen wurde.
Was es mit diesem alten Dorf, dem Mythos, den Künstlern und den Geschichten über Schwabing auf sich hat, wird Thema dieses Rundgangs durch „diesen Zustand“ sein.

 

* *Je nach verfügbarem Guide ist MwSt. enthalten, bzw. wird keine MwSt. ausgewiesen (§19 Kleinunternehmer)
Dülfer Haus München SchwabingDülfer Haus München Schwabing
Straßenschilder Haimhauserstraße OccamstraßeMünchen SchwabingHaimhauserstraße München Schwabing
Kleinhesseloher See Englischer Garten München SchwabingKleinhesseloher See Englischer Garten München Schwabing
Münchner Freiheit München Schwabing BusbahnhofMünchner Freiheit München Schwabing
St. Sylvester München SchwabingSt. Sylvester München Schwabing
Walking Man Leopoldstraße München SchwabingWalking Man Leopoldstraße München Schwabing
Preis bis 15 Personen: 180,00 € bis 2h, jede weitere Stunde 50,00 €**

Schnelle Infos zu dieser Tour:

Art der Tour: Fußtour
Dauer der Tour: ab 2 Std. oder nach Vereinbarung
Länge der Tour: ca. 2,5 km
Max. Personenzahl: 15 (Corona-bedingte Auflage)
Treffpunkt: Münchner Freiheit 20, vor Café Münchner Freiheit

Die Tour wird in folgenden Sprachen angeboten:
UNVERBINDLICHE ANFRAGEVERBINDLICHE BUCHUNG